LEMGO

Lemgo


Auch die Stadt Lemgo gehört zu den ersten fünf Mitgliedern des Projektes. Maßnahmen im Bereich der Bega, des Niederluher Bachs, der Ilse und der Passade bestimmen die Vielzahl der 65 bereits abgestimmten Maßnahmen. Dabei im Vordergrund stehen auch viele Maßnahmen im besiedelten Bereich, was für die Umsetzung nochmal neue Herausforderungen stellt. Die Verfügbarkeit privater Flächen basiert dabei auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Unerlässlich ist hier die „Mitnahme und Beteiligung“ jedes einzelnen Bürgers. Nur so schafft die jeweilige Stadt oder Kommune Akzeptanz für die Umgestaltung von Gewässern.

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LE6: Umgestaltung einer Wehranlage und Anlage einer Sohlgleite

Zwei Probleme standen bei dieser Maßnahme im Vordergrund. Zum einen sollte die Durchgängigkeit der Passade wieder hergestellt werden und zum anderen musste eine ausreichende Abflusskapazität des Mühlengrabens gewährleistet werden. Durch das Projekt wurde die massive Verbauung durch Beton und Naturstein entfernt.  Um den Höhenunterschied von gut einem Meter auszugleichen wurde eine Sohlgleite aus Wandbruch lagenweise aufgebaut. Das angefallene Natursteinmaterial wurde später im oberen Bereich der Sohlgleite eingebaut. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten musste die gesamte Maßnahme in der laufenden Welle gebaut werden, da eine Umleitung der Passade nicht möglich war. Vorzugsweise werden solche Maßnahmen dann auch im Hochsommer durchgeführt.

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LE58: Strukturelle Verbesserung am Alten Fluss

Diese Maßnahme befindet sich inmitten eines Firmengeländes. Der Alte Fluss ist an dieser Stelle auf ca. 200 Metern komplett in ein Bett aus Betonschalen verlegt worden. Im Zuge des Umbaus konnten diese entnommen werden und das gesamte Bachbett um ca. einen Meter auf 1,60m verbreitert werden. Die rechts und links liegenden Böschungen wurden zusätzlich mit Gabionen gesichert, die eine zusätzliche Durchfließbarkeit von jeweils 50cm bieten. Das besondere an dieser Maßnahme war die vorherrschende Enge im eigentlichen Arbeitsraum, so dass die Mitarbeiter von Wasser im Fluss weitgehend per Hand arbeiten mussten.

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LE63: Abtrennung eines Teiches im Hauptschluss

Diese Maßnahme konnte in Zusammenarbeit mit einer ortsansässigen Firma durchgeführt werden. Die Maßnahme befindet sich im Bereich Brüntorf. Ausgangslage war die Abtrennung des Gewässers vom vorhandenen Teich. Dazu wurde zunächst die gesamte Teichanlage entwässert und ein neues Gewässerprofil neben den Teich gesetzt. Zur Sicherung des teichseitigen Umlaufes wurde ein neuer Damm aufgeschüttet. Wie schon bei einer ähnlichen Maßnahme in der Gemeinde Leopoldshöhe wurde hier mit dem Baustoff Dernoton gearbeitet – ein leicht zu verarbeitendes Sandprodukt, welches lagenweise eingebaut und verdichtet wird.

 

 

In Fragen der Gewässerentwicklung erreichen Sie die Stadt Lemgo  über folgenden Link:

Stadt Lemgo

Ansprechpartner ist Herr Henneberg:

Tel.: 05261/213-461

Mail: i.henneberg@lemgo.de